Was kann erreicht werden?

Das Sozialtherapeutische Wohnen baut auf den persönlichen Ressourcen auf und strebt eine umfassende Entwicklung an. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden in ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Selbstachtung und Individualität befähigt, nach dem Austritt ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Nachfolgende Kompetenzen werden gezielt gefördert:

Bereich Kompetenz
Abstinenz Den Entscheid zur Abstinenz festigen oder bei einem Rückfall wiederer-langen. Die Abstinenz in den Alltag integrieren.
Selbstbewusstsein und Persönlichkeit Einen Umgang mit psychischen und physischen Problemen oder Krank-heiten finden. Das Leben so gestalten, dass Zufriedenheit und Entwicklung möglich ist.
Arbeit und Bildung Zukunftsperspektiven für das Arbeits- und Beschäftigungsleben entwi-ckeln und eine geeignete Stelle finden. Sich bewerben und bei Erhalt einer Stelle, diese halten können. Sich weiterbilden.
Beziehungen und soziales Netz Stabile Beziehungen und ein soziales Netz aufbauen. Die Rolle und Verantwortung als Familienmitglied, Partner oder Elternteil übernehmen.
Administration und Finanzen Das Budget aufstellen und einhalten können sowie die Administration selbständig erledigen. Falls notwendig, Hilfe für die Administration einholen.
Wohnen Eine Wohnform finden, die den persönlichen Kompetenzen entspricht.
Freizeit Die Freizeit eigenständig gestalten und einen erholsamen Ausgleich zur Arbeit finden.

Ergebnisse unserer Katamnesestudie

Während 3 Jahren haben wir den Erfolg von ausgetretenen Bewohnerinnen und Bewohnern überprüft. 54 % der regulär ausgetretenen Personen geben 1 Jahr nach Austritt an, dass

  • sie eine befriedigende Tagesstruktur oder einen Arbeitsplatz haben
  • sie punkto Abstinenz stabil sind
  • sie eine passende Wohngelegenheit gefunden haben
  • sie mit dem Erreichten zufrieden bis sehr zufrieden sind

Diese Quote entspricht den internationalen Ergebnissen. Es gelingt uns im Forelhaus Zürich, dieses Resultat zu erreichen, obwohl viele der Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe „chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranken” zugehören und damit über unterdurchschnittliche Ressourcen verfügen.